Jahresschulung: Vier Schritte auf dem Weg zum Selbst

02.09.2017

Persönlichkeitsentfaltung mit Prof. Dr. Claus Eurich

Jahresschulung: Vier Schritte auf dem Weg zum SelbstAm 23.11.2017 beginnt wieder die Fortbildung zur Persönlichkeitsentfaltung mit Prof. Dr. Claus Eurich, die ein Jahr lang dauert. Prof. Dr. Eurich ist Kontemplationslehrer, Buchautor und Hochschullehrer für Kommunikationswissenschaften und Ethik und führt durch diese spannende Reise zu sich selbst mit inhaltlichen Impulsen, praktischen Übungen und Kontemplation.

Schule und klassische Ausbildung sind meist zu sehr auf reine Wissensvermittlung und Leistung fokussiert, die eigene Persönlichkeitsentwicklung kommt da leider oft zu kurz. Für jeden Menschen gibt es allerdings Seins-Fragen, die uns im tiefsten Inneren berühren und bewegen. Im Jahrestraining "Vier Schritte zum wahren Selbst" bietet sich die Chance, sich selbst bewusster zu werden und zu lernen klarer und souveräner mit den Herausforderungen Ihres Lebens umzugehen.

Um ein wenig über Claus Eurich zu erfahren, hat er unsere Fragen im Interview beantwortet.

Herr Eurich, am 23. November beginnt im Domicilium in Weyarn ein neues Jahrestraining „Persönlichkeitsentfaltung – Vier Schritte auf dem Weg zum Selbst“ unter Ihrer Leitung. Bei dem Jahrestraining geht es unter anderem auch um die immense Kraft von Sehnsüchten und Visionen. Welche Sehnsüchte bewegen und motivieren Sie dieses Jahrestraining zu geben?
Da würde ich nicht von Sehnsüchten sprechen, sondern von einer Mischung aus Notwendigkeit und Freude. Wir müssen verstehen, was passiert in dieser Welt und auf unserem Planeten; verstehen, warum wir so destruktiv und zerstörerisch handeln; verstehen, warum wir sind, wie wir sind - aber auch, wo unsere Entwicklungspotentiale liegen, die Möglichkeiten, uns zu steigern und zu einer Liebe zu finden, die das ganze Leben umfasst, nicht nur das menschliche... Denn an sich ist der Mensch ein wunderbares Wesen! Zu diesen Einsichten meinen Beitrag zu leisten, ist „Pflicht“ und Freude zugleich.

In Ihrem neuen Buch „Aufstand für das Leben“ geht es darum, wie jeder einzelne von uns im Angesicht des klimatischen und gesellschaftlichen Wandels und der damit verbundenen Krisen ethisch denken und handeln kann. Wie kann der Einzelne einen Beitrag leisten, Ressourcen, Umwelt, und Klima zu schützen und das Zusammenleben- und arbeiten positiv zu gestalten?
Es ist wichtig, dass wir beginnen, uns als Menschen endlich ernst zu nehmen hinsichtlich unserer Verantwortung für diesen wunderbaren Planeten. Und das heißt, ethisch zu handeln, dem Leben bedingungslos und liebevoll zu dienen und aus einem blinden und mörderischen Konsum in eine konviviale Haltung zu finden - das meint: Handle immer so, dass du anderes Leben nicht wissentlich oder willentlich schädigst!

Wir sind Teil des Ganzen, jeder von uns. Woher kommt es, dass wir trotzdem so große Schwierigkeiten haben, Verantwortung zu übernehmen? Wie können wir eine wirkliche Veränderung hervorbringen? Wie kann ich meine Einstellung und mein Verhalten hier am besten ändern?
Es beginnt immer bei uns selbst und beim erkennen, dass wir untrennbarer Teil eines schöpferischen Universums sind. In diesem Universum ist alles miteinander verbunden, gibt es keine wirkliche Trennung. Erst aus diesem Bewusstsein heraus erwächst dann auch eine universale Liebe zu allem. Der Sprung dorthin allerdings ist ein gewaltiger. Und das Wort „Bewusstseinswandel“ trifft es noch nicht einmal. Es ist eine geradezu evolutionäre Herausforderung, die wir allerdings bewältigen können.

Wie schaut es aus mit den Chancen, die wir haben, aber nicht nützen, die wir suchen und nicht zu finden scheinen? Ist die Angst vor dem Scheitern zu groß? Wie können wir Grenzen überwinden?
Scheitern ist uns auf dem Weg mitgegeben. Aber ich sehe Scheitern durchaus positiv. Nur wo etwas Altes zerbricht, kann Neues entstehen. Nur wer seine Grenzen anerkennt und respektiert, kann im Rahmen seiner Möglichkeiten konsequent handeln. Und wenn jeder Mensch dies täte, jeder an seinem Ort mit dem Gefühl der Verantwortung für das Ganze - dann könnten wir als Gattung fast jede Grenze überwinden.

Ein wichtiges Thema ist die Kommunikation, einerseits reden wir den ganzen Tag, kommunizieren auf tausend Kanälen, andererseits fühlen wir uns einsam, unverstanden. Was können wir tun, um unser Bedürfnis nach Nähe und Austausch kommunikativ gut zu lösen?
Es geht darum zu lernen, dass der Mensch Kommunikation ist, dass alles eine Weise des Austausch ist. Kommunikation ist Mit - teilung. Wir teilen etwas miteinander. Damit das in heilender Weise gelingt, setzt es Friedfertigkeit, Einfühlsamkeit, die Bereitschaft zum unbedingten Hören und die Entschiedenheit voraus, immer wieder auf das Du zuzugehen - gleich auch, was passiert ist. Echte Kommunikation ist Liebe und durchaus eine Form von Hingabe, ohne dabei allerdings die eigenen Klarheit aufzugeben.

Herr Eurich, was ist eigentlich Ihre persönliche Vision? Möchten Sie die uns auch verraten?
In meiner Vision von einem gelingenden Sein, leben wir Menschen in Liebe und Harmonie mit allem Leben auf diesem Planeten. Wir haben zudem erkannt, dass ein Leben in Würde immer dem anderen Leben auch seine Würde lässt bzw. sie ihm zurückgibt, wenn sie verwundet wurde.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Pressekontakt

Fr weitere Fragen und Informationen wenden Sie sich bitte an:

Katarina Benesch

ffentlichkeitsarbeit

Telefon:08020-904851
E-Mail:meditationshaus@domicilium-weyarn.de

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